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s��roten, verlockenden Lippen zu kosten. Die Anstrengung, diesen Impuls zu unterdr�cken, f�hrte dazu, da� ich etwas
rauh wurde.
Ich gab ihr einen Schubs und sagte: �Komm ! Wir m�ssen vor Evarin dort sein.�
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Auf der Stra�e herrschte heller Tag. Die Farben und das Leben Charins waren wieder gewichen. Der Morgen war grau,
still und ganz wie �blich. Nur wenige Menschen lungerten auf den Stra�en herum, als h�tte die Sonne ihnen s�mtliche
Energie entzogen. Und wie immer spielten die blassen, wollhaarigen Kinder - Menschen und Nichtmenschen - in der
Gosse ihre mysteri�sen Spiele. Sie starrten uns an, aber in ihren Blicken war weder Neugier noch Boshaftigkeit.
Miellyn zitterte, als ihre F��e �ber die Steinmuster des Stra�enschreins gingen.
�Hast du Angst, Miellyn?�
�Ich kenne Evarin. Du nicht. Aber ... � - ihre Lippen verzogen sich in einem mi�lungenen Versuch, zur alten Boshaftigkeit
zur�ckzufinden -, �wenn ich mit einem so gro�artigen und tapferen Mann von der Erde zusammen bin ... �
�H�r auf�, brummte ich. Sie kicherte. �Du mu�t n�her an mich heran. Die Transmitter sind nur f�r eine Person
vorgesehen.�Ich legte die Arme um sie. �So?�
�So�, fl�sterte sie und dr�ckte sich an mich. Ein taumelndes Kreisen setzte ein. Nebelhafte Finsternis erf�llte meinen
Geist. Die Stra�e verschwand. Eine Sekunde sp�ter festigte sich der Boden unter unseren F��en, und wir standen im
Steuerraum des Hohen Schreins. Das Oberlicht lie� die letzten Strahlen der untergehenden Sonne auf uns fallen. In der
Ferne war das feine Geh�mmer zu h�ren.
�Evarin ist zwar nicht hier�, fl�sterte Miellyn, �aber er kann in jeder Sekunde auftauchen.� Ich h�rte nicht zu.
�Wo sind wir hier, Miellyn? An welcher Stelle des Planeten?�
�Ich glaube, das wei� niemand - au�er Evarin. Es gibt hier keine T�ren. Jeder, der hereinkommt oder hinausgeht,
benutzt den Transmitter.� Sie streckte einen Arm aus. �Die Monitoranlage ist dort, wir m�ssen durch die Werkstatt.�
Sie zupfte an ihrem Gewand und richtete mit fachm�nnischen Griffen ihr Haar. �Du hast wohl nicht gerade einen Kamm
bei dir? Ich habe keine Zeit, um nach meinem eigenen zu sehen . . .�
Da� sie ein eitler und verw�hnter Fratz war, hatte ich gewu�t, aber diese Bemerkung schlug dem Fa� den Boden aus,
und das sagte ich ihr auch - mit einer kleinen Explosion. Sie sah mich an, als sei ich nicht recht bei Trost. �Die Kleinen,
mein Freund, sind sehr aufmerksam. Du kannst nat�rlich wie ein Vagabund herumlaufen, aber wenn ich - eine Priesterin
Nebrans - ihre Werkstatt betrete und dabei aussehe, als k�me ich gerade von einer Orgie in Adcarran ... �
Ich durchw�hlte mit betretenem Gesicht meine Taschen und reichte ihr einen etwas unansehnlich wirkenden Kamm. Der
Blick, den sie ihm schenkte, war voller Abscheu, aber dann benutzte sie ihn doch, um ihr Haar in Ordnung zu bringen.
Schlie�lich richtete sie ihr Gewand, bedeckte die auff�lligsten Flecken mit Stoff und lie� mich dabei einen Teil ihrer recht
ansehnlichen Kurven bewundern. Sie befestigte die Edelsteine wieder in ihrem Haar, �ffnete die Werkstatt�r und trat ein.
Ich hatte dieses Gef�hl seit Jahren nicht mehr versp�rt: Tausend Augen, die mir folgten; Blicke, die sich in meinen
R�cken bohrten. Denn ihre Augen waren �berall: Runde, nichtmenschliche Pupillen. Die Chak-Gnome. Ihre
Facettenaugen glichen den Prismenaugen der Spielzeugpuppen. Die Werkstatt war etwa drei�ig Meter lang, aber ich
hatte den Eindruck, als m��te ich mehrere Kilometer hinter mich bringen. Vereinzelte Zwerge begr��ten Miellyn mit
einem unterw�rfig gemurmelten Gru�. Sie erhielten eine huldvolle Antwort.
Miellyn hatte mich darauf hingewiesen, da� ich mich so benehmen mu�te, als h�tte ich jedes Recht, mich hier
aufzuhalten, und so ging ich hinter ihr her, als f�nde im n�chsten Zimmer eine anberaumte Konferenz statt. Als sich die
T�r endlich hinter mir schlo�, war ich in kalten Schwei� gebadet. Aber wir hatten es geschafft und waren f�r den
Augenblick sicher. Auch Miellyn bebte vor Angst. Ich legte beruhigend eine Hand auf ihren Arm.
�Immer ruhig, Kind. Wo ist der Monitor?�
Sie ber�hrte die Wandt�felung, die ich bereits kannte. �Ich wei� nicht, ob ich das Ding richtig einstellen kann. Evarin hat
es mich niemals anfassen lassen.�
Und das erz�hlte sie mir erst jetzt! �Wie funktioniert es?�
�Es handelt sich um eine Adaption des Transmitterprinzips. Du kannst damit sehen, wohin du willst, ohne zu springen.
Es verwendet einen Aufsp�rmechanismus, �hnlich wie die Spielzeuge. Wenn Rakhals Impulsmuster gespeichert ist ...
Einen Moment.� Sie zog den Spielzeugvogel heraus und packte ihn aus. �Jetzt k�nnen wir herausfinden, auf wen er
abgestimmt ist.�
Ich sah mir das gefiederte Ding an. Es lag unschuldig auf Miellyns Handfl�che. Sie schob die Federn beiseite und legte
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